• 9. September 1928 in Braubach/am Rhein geboren

    Journalist („stern“, „Bild“, „Tagesspiegel“), Drehbuchautor,

    Filmregisseur, Produzent, Darsteller und Kritiker:

  • 1956 Die Halbstarken - Drehbuch

  • 1957 Endstation Liebe  - Drehbuch

  • 1958 Nasser Asphalt - Drehbuch

  • 1961 Flucht nach Berlin - Buch, Produktion und Regie

  • 1963 Verspätung in Marienborn - Drehbuch

  • 1963 Die endlose Nacht - Buch, Produktion und Regie  

  • 1964 Zimmer 13 - Drehbuch

  • 1965 Es - Darsteller

  • 1966 Sperrbezirk - Buch und Regie

  • 1966 Playgirl - Buch, Produktion und Regie

  • 1966 Abschied - Darsteller

  • 1970 Wie kommt ein so reizendes Mädchen zu diesem Gewerbe? - Buch und Regie

  • 1973 Das Tall-Komplott - Roman

  • 1988 Rosinenbomber - Drehbuch

  • 1996 Meine wilden Jahre - Biografie

  • 1997 Hollywood INTIM - Erzählungen

  • 1998 Große Klappe - Biografie

  • 14. Dezember 1998 verstorben in München

 

Wie man Filme finanziert –
ein notwendiger Beitrag von Will Tremper (1963)

 

Wie Sie sich vorstellen können, ist diese Frage wichtiger, als beispielsweise die Frage, was Sie drehen wollen. Ein Thema haben Sie schnell gefunden, ein Drehbuch hat jeder, der einen Film machen will, schon lange im Schreibtisch liegen – wohingegen das leidige Finanzierungsproblem Sie während der ganzen Drehzeit begleitet, bis zum letzten Aufnahmetag und darüber hinaus.
Aber im Grunde brauchen Sie, um eine halbe Million zusammenzutragen, weiter nichts als den Glauben, die Zuversicht, die Überzeugung, daß Sie einen guten Film machen werden.
Sie ahnen nicht, wieviel Leute gute Filme finanzieren wollen! Sie gehen zu Ihrer Bank und tragen den Plan, einen Film zu drehen, vor. Einen guten Film, billig, nur eine halbe Million, und einen Film, der mindestens das Doppelte wieder einspielt.
Ein Geschäft für jede Bank, werden Sie sagen.
Der Bankier aber – meiner – sagt: „Meine Bank ist darum ein florierendes Unternehmen, weil ich es mein Lebtag verstanden habe, mich vom Film fernzuhalten… Ich werde nicht auf meine alten Tage noch anfangen, Filme zu finanzieren.“
Er ist nicht bereit, für den Film etwas zu geben, aber er ist gerührt von Ihrem Enthusiasmus, darum wird er Ihnen privat etwas leihen. Fünfzigtausend, hunderttausend Mark, je nachdem, wieviel doppelte Sicherheiten Sie ihm bieten können.
Sie verpfänden also Ihr Haus, den Schmuck Ihrer Frau, den Wagen, die Lebensversicherung – es gibt, wenn Sie ernsthaft daran denken, einen guten Film zu machen, eine ganze Menge, was Sie verpfänden können.
Das ist das, was ich den „sicheren Weg“ nenne.
Der unsichere Weg ist, einen Mäzen zu finden. Nicht nur junge Mädchen drängen zum Film.

 

Die ganze Story im Reprint des  Atlas - Filmverleih - Originalkinoheftes in der eleganten DVD-Box.